Gemeinde Grosslohra

Wappen der Gemeinde Großlohra
Anschrift: Gemeindeamt Großlohra, Kirchberg 41, 99759 Großlohra
Telefon: +49 (0) 36338 61804
Telefax: +49 (0) 36338 60376
E-Mail:
Öffnungszeiten: Di 14.00–18.00 Uhr Sprechzeit des Bürgermeisters
  Do 07.00–12.30 Uhr und 13.00–16.00 Uhr
Bürgermeister: Siegfried Schäfer
Einwohner: 916 (31.12.2014)
Fläche: 18,29 km²
Gemeindeschlüssel: 16062009
Ortsteile: Friedrichslohra, Großwenden, Kleinwenden, Münchenlohra
Landkreis: Nordhausen
Status: kreisangehörige Gemeinde

Informationen

Die Gemeinde Großlohra entstand 1950 aufgrund der Verwaltungsreform aus den Ortsteilen Friedrichslohra mit Amt Lohra, Groß- und Kleinwenden sowie Münchenlohra.

Die Ortsteile Groß- und Kleinwenden verdanken ihre Entstehung dem Zuge der Wenden, als westslawischer Volksstamm, über die Hainleite. Am Fuße des Gebirges waren ihre Rastplätze, wo sie Kranke und Schwache zurückgelassen haben (erste geschichtliche Erwähnung 1129).

Der Ort Münchenlohra ist bekannt durch die romanische Pfeilerbasilika "St Gangolf", die zwischen 1150 und 1180 erbaut wurde. Ihre erste urkundliche Erwähnung stammt aus dem Jahre 1219 als Zisterzienser-Nonnenkloster. Die Kirche ist eine 3-schiffige, kreuzförmige Pfeilerbailika mit Doppelturm. Vor den beiden Kreuzarmen liegen erneuerte Absiden. Unter dem Dachsims umzieht ein romanischer Bogenfries alle Teile der Kirche. Die Kirche besitzt einen Flügelaltar und einen Taufstein aus dem 15. Jahrhundert. Das Mittelschiff ist durch ein Kreuzgewölbe aus dem 13. Jahrhundert überdeckt. Die Kämpfer auf den Pfeilern sind mit reichem Ranken- und Blattwerk geschmückt.

Die Burg Lohra ist eines der ansehnlichsten und gleichzeitig kulturhistorisch bedeutendsten Denkmale des Landkreises Nordhausen. Sie ist zudem die größte Burg des südwestlichen Vorharzes. Auf einem Höhenrücken am steilen Nordhang der Hainleite erheben sich die Gebäude der alten Feudalburg. Durch das Torhaus betritt man den gräumigen Innenhof der Hauptburg und hat von dort aus einen einzigartigen Ausblick in das Wippertal bis hin zum Harzgebirge. Im Jahr 1039 wird erstmals ein Graf von Lare urkundlich erwähnt. Die Doppelkapelle wurde im 12. Jahrhundert unter Ludwig III. gebaut. Das im Rundbogen gespannte Kreuzgewölbe und die Säulen mit den Würfelkapitellen der unteren Kapelle gehören noch dem romaischen Baustil an. Die wurde wurde 1701 königlich-preußische Domände. 

Der jüngste Ortsteil ist Friedrichslohra (die Stiftungsurkunde wurde am 14. Mai 1779 in Berlin ausgestellt). Im Auftrag des preußischen Königs Friedrich II. wurden 1774 22 Arbeitshäuser (die heutige 22-er Straße) und 1777 eine "neue Kolonie" mit 58 Kolonistenhäusern errichtet.

Die Gemeinde Großlohra liegt im südlichsten Zipfel des Landkreises Nordhausen, am Fuße der Hainleite. Das Gebiet der Hainleite als Höhenzug zwischen Harz und Thüringer Wald umfasst eine Fläche von ca. 250 km² und erstreckt sich in Ost-West-Richtung. Zahlreiche ausgeschilderte Wanderwege laden den Erholungssuchenden zu Wanderungen in gesunder Umwelt ein.

In der Gemeinde Großlohra werden auch noch viele überlieferte Bräuche hochgehalten. Sei es der Erbsbär zur Kirmes oder die traditionellen Hausschlachtefeste, wo die Nachbarn, Freunde und Gäste mit Thüringer Wurstspezialitäten verwöhnt werden. 

Satzungen

Gemeinderat

Der Gemeinderat besteht aus 8 Ratsmitgliedern.

Bei der letzten Kommunalwahl am 24. Mai 2014 erzielte die "CDU" 3 Sitze und die "Unabhängige Bügergemeinschaft" 5 Sitze.

Die Ratsmitglieder sind:

Jürgen Grabe (Beigeordneter)
Gerald Grabe
Karsten Meyer
Ronald Heinemann
Dirk Redieske
Torsten Wilhelm
Thomas Grabe
Eileen Hautmann

Impressionen