Diese Webseite verwendet Cookies. Sie haben auf dieser Webseite die Möglichkeit personenbezogene Daten zu übermitteln. Ihr Besuch auf dieser Webseite kann von externen Unternehmen ausgewertet werden. Erfahren Sie mehr in unserer Datenschutzerklärung.

Amtliche Bekanntmachung der Gemeinde Nohra

Planverfahren zur Aufstellung der 2. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 2 "Neue Straße" der Gemeinde Nohra

hier: Bekanntmachung der öffentlichen Auslegung gemäß § 3 (2) BauGB

Der Gemeinderat der Gemeinde Nohra hat in seiner Sitzung am 02.08.2018 den Beschluss zur Aufstellung der 2. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 2 "Neue Straße" der Gemeinde Nohra gefasst und das gesetzlich erforderliche Planverfahren damit eingeleitet.

Die frühzeitige Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung wurde durchgeführt und die Planunterlagen im Ergebnis der Auswertung der Stellungnahmen überarbeitet.

Die Lage des Plangebietes in der Ortslage sowie die Grenze des räumlichen Geltungsbereiches sind aus den mitveröffentlichten Übersichtsplänen ersichtlich.

Wesentliches Ziel der Planung:
Die Gemeinde Nohra hatte in den Jahren 1995 / 1996 den Bebauungsplan Nr. 2 „Neue Straße“ aufgestellt, um angrenzend an die im Zusammenhang bebaute Ortslage Wohnbauflächen für den individuellen Wohnungsbau zu entwickeln.
Auf Grund konkreter Anfragen von Bauwerbern hat sich der Gemeinderat mit der Erforderlichkeit der bislang für das Plangebiet geltenden Gestaltungsfestsetzungen als örtliche Bauvorschrift (zulässige Dachformen, Dacheindeckungen und Einfriedungen) auseinandergesetzt und festgestellt,
dass auf Grund zum Teil nicht gegebener Rechtslage und fehlender städtebaulicher Prägung die örtliche Bauvorschrift des Bebauungsplanes aufgehoben werden soll.
Das Planverfahren hat formell und materiell einen Stand erreicht, der die öffentliche Auslegung der Planunterlagen mit Begründung gemäß § 3 (2) BauGB ermöglicht und erfordert.

Der Entwurf der 2. Änderung des Bebauungsplanes Nr. 2 "Neue Straße", bestehend aus der Planzeichnung sowie den textlichen Festsetzungen, der Begründung einschließlich aller Anlagen und dem Umweltbericht in der Fassung vom Oktober 2018 sowie den wesentlichen, bereits vorliegenden
umweltbezogenen Stellungnahmen liegen gemäß § 3 (2) BauGB im Zeitraum:

vom 14.11.2018 bis einschließlich 17.12.2018

zur Einsichtnahme für jedermann an nachfolgender Stelle öffentlich aus:

Ort: im Flur der Verwaltungsgemeinschaft "VG Hainleite", Backsüber 3, 99735 Wolkramshausen
Montag 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Dienstag 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 Uhr bis 18:00 Uhr
Mittwoch 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr
Donnerstag 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr und 13:00 Uhr bis 16:00 Uhr
Freitag 09:00 Uhr bis 12:00 Uhr

Während des Zeitraums der öffentlichen Auslegung stehen die Planunterlagen zusätzlich auch im Internet unter http://www.vg-hainleite.de/aktuelles.html als Download bereit.

Stellungnahmen können von jedermann während der Auslegungsfrist schriftlich oder während der Öffnungszeiten bzw. nach gesonderter Terminabsprache mündlich oder zur Niederschrift vorgebracht werden.
Fachliche und inhaltliche Erläuterungen und Auskünfte zur o.g. Planung sind innerhalb der Öffnungszeiten oder auch nach gesonderter Terminabsprache möglich.

Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass nicht fristgerecht abgegebene Stellungnahmen bei der Beschlussfassung der Gemeinde Nohra unberücksichtigt bleiben können.


Zu den wesentlichen bereits vorliegenden umweltbezogenen Stellungnahmen und Gutachten, die im Rahmen der Offenlage mit ausgelegt werden, gehören neben dem Umweltbericht:

- Stellungnahme des Thüringer Landesverwaltungsamtes (Weimar) vom 19.09.2018,
- Stellungnahmen des Landratsamtes Nordhausen vom 20.09.2018,


Folgende Arten umweltbezogener Informationen sind verfügbar und integraler Bestandteil des Umweltberichtes:

I. Aus eigenen Erhebungen und Untersuchungen der Gemeinde:
   
1. Angaben zu den Schutzgütern Boden und Wasser
  14,5 % der Flächen werden baulich (Wohnen und Erschließung) bereits genutzt; 85,5 % der Restflächen werden derzeit landwirtschaftlich intensiv genutzt; der rechtsverbindliche Bebauungsplan lässt aber heute bereits die vollständige Umsetzung von Einfamilienhäusern zu;
kein Altlaststandort; keine Trinkwasserschutzgebietsausweisung, kein stehenden und Fließgewässer;
die Aufhebung der örtlichen Bauvorschrift hat keine Auswirkungen auf die Schutzgüter Boden und Wasser.
   
2. Angaben zum Schutzgut Klima/Luft
  das Plangebiet hat auf Grund seiner Gesamtgröße sowie seiner konkreten Lage im Siedlungsraum keine große Bedeutung für die nächtliche Kaltluftentstehung, den Kaltluftabfluss und damit für die Frischluftzufuhr der Ortslage von Nohra;
der rechtsverbindliche Bebauungsplan lässt aber heute bereits die vollständige Umsetzung von Einfamilienhäusern zu;
die Aufhebung der örtlichen Bauvorschrift hat keine Auswirkungen auf das Schutzgut Klima/Luft.
   
3. Angaben zum Schutzgut Pflanzen und Tiere, biologische Vielfalt
  im Plangebiet befinden sich keine besonders geschützten Biotope nach § 30 BNatSchG; keine Kenntnisse über das Vorkommen von Arten vor, für die eine Gefährdung hinsichtlich der Verbotstatbestände des § 44 BNatSchG besteht; 14,5 % der Flächen werden baulich (Wohnen und Erschließung) bereits genutzt; 85,5 % der Restflächen werden derzeit landwirtschaftlich intensiv genutzt; starke anthropogene Vorbelastung;
die Aufhebung der örtlichen Bauvorschrift hat keine Auswirkungen auf das Schutzgut Pflanzen und Tiere, biologische Vielfalt.
   
4. Angaben zum Schutzgut Landschafts- und Ortsbild
  Lage des Plangebietes am Rand der Ortslage mit starker städtebaulicher Vorprägung; keine naturschutzfachlichen Schutzgebiete berührt oder betroffen;
Aufhebung der örtlichen Bauvorschrift lässt in der Folge eine größere Vielfalt an Dachgestaltungen zu, was aber jetzt in Nohra auch schon der Fall ist.
   
5. Angaben zum Schutzgut Kultur- und sonstige Sachgüter
  Es gibt keine Informationen zu vorhandenen Kultur- und sonstige Sachgütern;
die Aufhebung der örtlichen Bauvorschrift hat keine Auswirkungen auf das Schutzgut Kultur- und sonstige Sachgütern
   
6. Angaben zum Schutzgut Mensch (Gesundheit/Lärm, Erholung/Freizeit)
  das Plangebiet besitzt einen hohen Wert für die Wohn- und Erholungsnutzung der Bevölkerung; individuelle Wohnbedürfnisse der Bevölkerung der Gemeinde können bereits jetzt erfüllt und umgesetzt werden.
die Aufhebung der örtlichen Bauvorschrift hat keine Auswirkungen auf das Schutzgut Mensch.
   
7. Angaben zu den Wechselwirkungen zwischen biotischen und abiotischen Faktoren sowie Schutzgütern Mensch und Kultur-/Sachgüter
  liegen derzeit keine Informationen vor.
   
   
II. Aus den Umweltbezogenen Stellungnahmen aus der Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung:
  Das Landesverwaltungsamt weist darauf hin, dass im Hinblick auf die Gewährleistung einer positiven Gestaltung des Orts- und Landschaftsbildes, der Wahrung einer möglichst homogenen Dachlandschaft usw. die Konsequenzen der Aufhebung der örtlichen Bauvorschrift noch einmal geprüft werden sollen.

 
Nohra, den 29.10.2018

gez. Wenkel
Bürgermeister

Zurück